William Gibson muss
man wohl niemanden mehr wirklich Vorstellen. Der Autor hat mit seiner
Neuromancer Trilogie einen der Klassiker der Science-Fiction
Literatur abgeliefert.
Ich hatte die Romane vor
Jahren gelesen und nun habe ich die Trilogie erneut vor genommen.
Der erste Band der
Trilogie, der Neuromancer, also genauso heißt wie die
Trilogie, ist wie alle Romane von William Gibson mit einem
besonderen spröden Charm gesegnet.
Der Roman ist sowohl, was
Stil als auch Inhalt angeht ein Ausnahme Buch. Er ist komplex und
reich an, für uns heute als Internet Benutzer nicht mehr ganz so
neuen bzw., ungewohnten Konzepten.
Vieles was heute für uns
alltäglich ist hat er in seinem Entwurf einer möglichen Zukunft
vorher gesehen. Alleine das Konzept einer total vernetzten Welt
und die immer größere Macht der Konzerne, die an Einfluss
den Rang der Nationalstaaten überflügeln.
Es ist, gerade heute
interessant, diesen Roman zu lesen und Ihn als philosophischen
Zerrspiegel unserer aktuellen, bzw. kommenden Welt zu sehen.
Wie schon erwähnt, sind
William Gibson Romane spröde, und anstrengend, zum einen
haben sie eine unglaublich Informations-Dichte, da sie geschrieben
sind wie gepackte Daten. Kapitel Teile die scheinbar seriell zu
verstehen sind, beziehen sich vor oder zurück in der Geschichte ohne
wirklich eine Markierung, oder auch einen offensichtlichen
Bezugspunkt zu geben.
Aber worum geht es in
diesem Roman wirklich, zu sagen um eine mögliche weiter Entwicklung
der Aktuellen Gesellschaftsformen, wäre Richtig und doch nicht.
Dem Kampf einer KI
(Künstlich-Intelligenz) um die Möglichkeit sich weiter zu
entwickeln, als durch technische Beschränkungen möglich wäre, ist
auch Richtig und ebenso nicht.
Es im Konzept dieses
Romanes eingebaut das viele verschiedene Ebenen mit einander
Kornkurieren um zu definieren, welche Ebne die wirkliche Geschichte
ist. Für mich macht es den Reiz und auch die Tiefe dieses Romans
aus, das er sich hier nicht festlegt. Es ist mehr wie im wirklichen
Leben, viele Zufälle zusammen genommen ergeben für sich ein großes
ganzes, was wiederum ein berechenbares Ganzes ergibt.
Gerade dieses Konzept
macht dieses Roman so ungewöhnlich und in sich gut. Ich verstehe
warum viele ein Problem damit habe zu verstehen wo die Qualitäten
dieses Romanes liegen, denn gerade einige wichtige Passagen im
Mittelteil sind trocken, wenn man es nicht schafft die Bezüge
zwischen den zum Teil sehr abstrakten und psychedelischen
Ebenen zu finden, bzw. zu knüpfen.